Le Mans, France,
12
Juni
2024
|
08:00
Europe/Amsterdam

Goodyear Deep Dive: Filipe Albuquerque, Gewinner des Wingfoot Award 2023, über das, was es braucht, um in Le Mans zu gewinnen

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Das Können, das einen großen Langstreckenrennfahrer heutzutage ausmacht, wird in den Medien oft ignoriert. Zwar ist eine schnelle Rundenzeit nach wie vor wichtig, doch nur die Ausdauer eines Teams aus Fahrern, Ingenieuren und Mechanikern kann Rennen gewinnen. Genau das unterstreicht Goodyear bei jedem Lauf zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft mit dem Wingfoot Award.

Goodyear sprach mit Filipe Albuquerque, Wingfoot Award-Gewinner 2023 und Le-Mans-Klassensieger 2020, Der Fahrer von United Autosports zeigt sich vor dem wichtigsten Rennen der Saison in großartiger Form.

„Es ist wirklich wahr, was man sagt: ‚Nicht du wählst Le Mans, Le Mans wählt dich‘", strahlt Albuquerque und erklärt die Höhen und Tiefen seiner Zeit auf der historischen Rennstrecke über die Jahre hinweg.

„In Le Mans kann so viel passieren. Wir kämpfen hier alle als professionelle Rennfahrer um zwei Zehntelsekunden pro Runde. Wenn man eine Runde verliert, gibt es keine Chance, diese wieder aufzuholen. Das hat sich über die Jahre so entwickelt, denn früher konnte der Unterschied zwischen dem Gewinner und dem Zweitplatzierten fünf oder sechs Runden betragen. Heute muss jeder konstant sein Bestes geben, um zu gewinnen.“

Goodyear Wingfoot Award legt Fokus auf konstante Leistung

Goodyear führte den Wingfoot Award im Jahr 2023 ein, um Fahrer hervorzuheben, die über eine gesamte Stintlänge hinweg konstante Performance und Ausdauer zeigen. In Le Mans wird der Award anhand des besten Dreifach-Stints für jeden LMP2-Fahrer und des besten Doppel-Stints für LMGT3-Rennfahrer berechnet. Gezählt werden nur die Runden bei freier Strecke,  Full Course Yellow- und  Safety Car-Phasen sowie Slow Zones sind von der Kalkulation ausgeschlossen. Inlaps und Outlaps werden ebenfalls nicht berücksichtigt.

„Es war großartig, eine persönliche Auszeichnung für unsere Performance zu bekommen“, sagt Albuquerque über seinen Sieg beim Wingfoot Award für die gesamte Saison. „Langstreckenrennen sind ein Mannschaftssport, im Motorsport ist es unmöglich, allein zu gewinnen. Aber man verliert auch nicht allein. Es ist immer eine Teamleistung. Es liegt in der Natur des Sports, die Aufgaben zwischen den Teamkollegen aufzuteilen, so dass jeder seinen Anteil an den Erfolgen hat.

Die Art und Weise, wie der Wingfoot Award berechnet wird, macht viel Sinn. Denn es bedeutet, dass nicht nur die schnellsten fünf Runden oder die Runden mit geringem Kraftstoffverbrauch einen Fahrer wie den schnellsten erscheinen lassen. Ich sagte zu Goodyear bei der Vorstellung des Awards: ‚Danke, dass ihr eine faire Methode entwickelt habt, um Fahrer über mehrere Stints hinweg zu bewerten.‘

Der Award hat meine Sicht auf das Rennen oder meine Strategie für ein Wochenende nicht verändert aber mit der Zeit könnte er die Herangehensweise junger Rennfahrer im Langstreckensport beeinflussen. Er erzieht sie dazu, professionelle ausdauernde Langstreckenfahrer zu werden,

In vielen Formen des Motorsports wird viel Wert daraufgelegt, ob man die schnellste Rundenzeit des Rennens gefahren ist. Für diese Jungs wird sich die Herangehensweise ändern, da es bei Le Mans um den Durchschnitt von drei Stints geht“, erklärt Albuquerque.

„Das ist der Unterschied zu jenen Fahrern, die zwar sehr gut sind, aber möglicherweise Streckenlimits überschreiten, was oft zu anderen Problemen führt, wie Vibrationen oder weniger zuverlässigen Fahrzeugen.“

Der intensivste Wettkampf

Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans steht vor der Tür und Albuquerque erklärt anschaulich die Verbindung zwischen einem Rennfahrer, dem Team und dem Reifenhersteller:

„Wir werden verschiedene Ansätze mit den Autos testen, um ihre Limits auszuloten. Dank der Unterstützung von Goodyear konnten insbesondere die kleineren Teams, die nicht unbedingt über viele Ressourcen verfügen, diese Grenzen leichter finden.

Eine konstante Reifenperformance ist für uns selbstverständlich und dass sich keines der Teams über die Reifen beschweren muss, weil die Reifenplattform für alle dieselbe ist. Das ist sehr schwierig für einen Reifenhersteller, aber Goodyear hat das geschafft. Es sind die Reifen, die diese Ausdauer ermöglichen, und das ist eine unterschätzte Stärke von Goodyear Racing.

Außerdem Hut ab vor Goodyear, die es geschafft haben, dass die Reifen auch ohne Heizdecken hervorragend performen. Besonders in Europa ist es eine Neuheit, mit kalten Reifen aus der Box zu fahren. Sie lassen sich problemlos handhaben, ohne dass die Performance darunter leidet. Das ist extrem schwierig für einen Hersteller.

Wir fahren eine Runde lang bei etwa 60 % des Limits bevor die Reifen in ihr Temperaturfenster kommen. Das Grip-Niveau ist zwar noch niedriger, aber durchaus gut. Das ist auch für Amateurfahrer machbar, und das ist sehr beeindruckend.“

Le Mans steht vor der Tür und niemand kann vorhersagen, wie das Rennen verlaufen wird, nur dass sich die optimale Ausdauer der besten Teams und Fahrer durchsetzen wird. Albuquerque bringt es treffend auf den Punkt: „Le Mans verändert sich ständig und das ist wunderschön, aber wenn du vorbereitet bist, kommt die Strecke zu dir.“

Über Goodyear

Goodyear ist eines der größten Reifenunternehmen der Welt. Das Unternehmen beschäftigt rund 71.000 Mitarbeiter und stellt seine Produkte in 55 Werken in 22 Ländern auf der ganzen Welt her. Die Innovationszentren in Akron, Ohio, Colmar-Berg, Luxemburg und Hanau, Deutschland, sind bestrebt, modernste Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die den Technologie- und Leistungsstandard für die Branche setzen. Weitere Informationen über Goodyear und seine Produkte finden Sie unter http://www.goodyear.com/corporate.